Dienstag, 14. Januar 2014

Rezension zu Es wird keine Helden geben von Anna Seidl

Quelle: Oetinger Verlag

Heute stelle ich euch das Buch „Es wird keine Helden geben“ von Anna Seidl vor. Miriam ist 15 Jahre alt und Schülerin eines Gymnasiums. Sie hat einen Freund namens Tobi, der für sie alles bedeutet. Sie glaubt der glücklichste Mensch zu sein, bis zu dem Tag als der Amoklauf eines Schülers ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. In ihrer Schule werden 7 Schüler und Lehrer erschossen. Unter anderem ihr Freund Tobi. Für Miriam bricht eine Welt zusammen. Wie soll sie bitte weiterleben. Am liebsten würde sie sterben.

Meine Meinung:

Der Schreibstil von Anna Seidl hat mir gut gefallen. Sie schreibt flüssig und die traurige Geschichte von Miriam hat mich gefesselt. Ich mochte die Hauptprotagonistin Miriam sehr gerne. Die Menschen in ihrer Umgebung mögen sie und sie scheint auch in der Schule sehr beliebt zu sein. Sie hat ein wunderbares Leben, bis zu dem Tag, wo ihr Freund und einige andere in der Schule von einem Mitschüler erschossen wurden. Da bricht für sie die Welt zusammen.
Ich finde Frau Seidl hat diesen Zusammenbruch sehr gut beschrieben. Sie beschreibt Miriams Traurigkeit, die Wut, das Entsetzen über die Tat und ich konnte Miriams Schmerz beim Lesen fühlen. Man spürt auch ihre Hilflosigkeit und Verzweiflung darüber, dass Sie ihrem Freund nicht helfen konnte. Sie fühlt sich als sei sie in einer auswegslosen Situation. Ihre Eltern sind aber immer für Miriam da, auch wenn es für sie am Anfang schwierig war das zu akzeptieren. Als der erste Schmerz dann nachlässt bzw. die Wut über die Tat zu groß wird, nimmt sie sogar die Hilfe einer Therapeutin an.
Ich finde es gut, wenn nach einem Amoklauf auch Therapiesitzungen für die Opfer angeboten werden. Manchen hilft es, dass sie ihr Leben zwar nicht genauso wie vor der Tat leben können, aber dass ihr Leben wieder lebenswert wird. Auch bei Miriam wird das ein langer Prozess, der gut in das Buch eingebaut wird.
Ein zweiter Punkt im Buch ist Mobbing. Der Schüler, der die Tat begangen hat wurde von seinen Schulkollegen ständig ausgelacht und verhöhnt. Da er nicht mehr weiter weiß begeht er vermutlich diesen Amoklauf. Hier sieht man wie sich Mobbing bei einer Person auswirken kann. Es gibt welche, die stehen drüber oder vergraben sich zu Hause und andere wissen keinen Ausweg mehr und begehen einen Amoklauf.
Ich finde, dass das Buch auf alle Fälle zum Nachdenken anregt, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen und wie wir besser Menschen sein könnten.


Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen und ich vergebe dafür 4 Sterne.


Vita: Quelle: Oetinger Verlag

Anna Seidl, 1995 in Freising/Bayern geboren, dachte sich schon als Schulkind eigene Geschichten aus. Heute ist sie freie Autorin und lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Frankfurt. 

256 Seiten · gebunden
13.4 x 20.3 cm 
ab 14 Jahren
EUR 14,95 · EUA 15,40
ISBN-13: 978-3-7891-4746-3
EAN: 9783789147463
Erscheinungstermin: Januar 2014 


Kommentare:

  1. Liebe Nik, ich habe gerade deinen Blog entdeckt und finde ihn toll, auch deine Rezensionen finde ich super und deshlab bin ich auch Leserin bei dir geworden:-) Lieben Gruss Petra

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    1. Liebe Petra!
      Danke für das Kompliment! Das freut mich sehr!
      Lg Nicole

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